Padel

Padel – das attraktive Spiel aus Mexiko

Obwohl Padel noch eine sehr junge Sportart ist, ist sie eine der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit. 1965 in Mexiko entwickelt, wurde das moderne Spiel 1974 in Europa im südspanischen Marbella eingeführt.

Padel ist ein sehr dynamischer Racket-Sport und kann als eine Kombination der Sportarten Tennis und Squash bezeichnet werden.

Padel wird ausschließlich im Doppel gespielt, also als „zwei gegen zwei“. Die Ballwechsel werden mit einem Unterhandschlag eröffnet, bei dem der Treffmoment von Schläger und Ball maximal auf Höhe der Hüfte erfolgt.

Im Spiel darf der Ball maximal einmal auf dem Boden aufsetzen. Das Volleyspiel ist natürlich erlaubt, jedoch kann der Ball nach dem Aufsetzen im Spielfeld auch an eine oder mehrere Seitenwände prallen gelassen und anschließend weitergespielt werden. So kommt es oft zu langen und spannenden Ballwechseln, die für großen Spielspaß sorgen.

Gezählt wird nach Tennisregeln (15:0, 30:0, …) und ein Match geht über zwei Gewinnsätze. Siehe auch unter Regeln.

Der Platz

Ein Padel-Court wird heutzutage meist mit Kunstrasen ausgestattet.

Padel wird auf einem rechteckigen Spielfeld von zehn Metern Breite und 20 Metern Länge gespielt. Ein Netz teilt das Feld auf halber Längsseite in zwei Spielhälften (wie beim Tennis). Der Platz ist an allen Seiten von drei bis vier Meter hohen Wänden umgeben, die in den Ballwechsel einbezogen werden dürfen (wie beim Squash).

Meist wird auf einem Bodenbelag aus Kunstrasen gespielt. Solange ein reguläres Aufprallen des Balles gewährleistet wird kann auch auf porösem Beton, Zement oder einem anderen synthetischem Material gespielt werden. Alle Kunstrasenbeläge sind zusätzlich mit feinem Quarzsand ausgestreut.

Zugang auf den Platz erhält man über Eingänge in einer oder beiden Seitenwänden. Sie sind symmetrisch in der Mitte installiert und können in einfacher oder doppelter Ausführung vorhanden sein.

Das Equipment

Padel-Equipment bestehend aus Schläger und Ball

Als Spielgeräte dienen Bälle, die von Tennisbällen optisch nicht zu unterscheiden sind. Lediglich der Innendruck ist etwas geringer, um ein zu hohes Abspringen des Balles zu vermeiden. Für Einsteiger sind Tennisbälle jedoch bestens geeignet.

Der Padel-Schläger ist im Vergleich zu einem Tennis- oder Squashschläger nicht mit Saiten bespannt, sondern besitzt eine solide Schlagfläche. Diese besitzt einen Kern aus geringfügig elastischem Schaumstoff-Gummi-Gemisch, das mit einer Kunststoffschicht überzogen ist. Zur Verringerung von Gewicht und Luftwiderstand sind Löcher in den Schlagflächen erlaubt. Der Schlägergriff hat eine maximale Länge von 20 cm. Am Ende des Griffes ist eine Schlaufe befestigt. Diese muss aus Sicherheitsgründen während des Spielens um das Handgelenk gelegt werden.

Sein paddelartiges Aussehen verleiht der Sportart ihren Namen.

Obwohl Padel noch eine sehr junge Sportart ist, verbreitet sie sich in unwahrscheinlich rasantem Tempo. Dies liegt unter anderem daran, dass Padel auf dem Basisniveau technisch schnell zu erlernen ist. Der Schläger ist handlich, die Regeln sind einfach. Der Einstieg in die Sportart gelingt auch blutigen Anfängern problemlos, sodass sich bereits nach wenigen Schlägen lange Ballwechsel einstellen können.

In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas, auf den kanarischen Inseln und insbesondere in Spanien hat sich Padel bereits zu einem äußerst beliebten Breiten- und Wettkampfsport etabliert. Padel-Courts findet man dort sowohl in den zahlreich installierten kommunalen Multisportanlagen, als auch in öffentlich betriebenen Sportzentren mit teilweise über 25 Padel-Plätzen. Auch viele Tennisvereine und Hotelanlagen haben die Attraktivität der Sportart längst erkannt und ihr Sportangebot mit Padel erweitert. Stand 2011 sind in Spanien über 300.000 Padel-Courts installiert und weltweit spielen rund 10 Millionen Menschen Padel. Dabei hat die Verbreitung von Padel in Europa gerade erst begonnen.

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